BIO
Ulrike Schwarz wuchs mit klassischer Musik auf, spielte einige Zeit Klavier und Flügelhorn, bevor sie als Teenager begann, Querflötenunterricht zu nehmen. Die Musik Johann Sebastian Bachs hat sie früh geprägt. In einem Auslandsschuljahr als Stipendiatin in Florida, USA, begegnete sie dann erstmals Jazz und war sofort begeistert. Sie lernte autodidaktisch Saxophon und schaffte es in die Jazzband der Schule. Gleichzeitig war sie Flötistin der Florida All State Concert Band, und sang als Darstellerin in der Schul-Musical-Produktion ‚Into the Woods‘ mit. Zurück in Deutschland spielte sie als Saxophonistin im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg. Die Flöte blieb jedoch noch für einige Zeit ihr Hauptinstrument.
Ulrike Schwarz studierte an der Folkwang Hochschule Essen Flöte (Dejan Gavric), und anschließend Allgemeine Musikerziehung (Werner Rizzi). Während des Studiums spielte sie als Aushilfe in mehreren Kammerorchestern, gleichzeitig wuchs ihre Begeisterung für zeitgenössische Musik. Sie war an zahlreichen Uraufführungen beteiligt und entwickelte eigene Performance-Formate, mit denen sie unter anderem bei Lesungen im Grillo-Theater zu sehen war. Mit einer einjährigen Weiterbildung zur Zirkuspädagogin (ZAK Köln) unterstrich sie ihre transdisziplinäre Herangehensweise. Sie unterrichtete an Musikschulen im Ruhrgebiet und an der Musikschule Leverkusen. Nach ihrem Wechsel nach Frankfurt am Main wurde sie Lehrerin und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Später verlagerte sie ihre Unterrichtstätigkeit an die Musikhochschule (HfMDK Frankfurt am Main, HfM Saar) und baute ihre künstlerische Arbeit zunehmend aus – mit dem Saxophon nun als Haupt- und der Flöte als Nebeninstrument. Bedeutende feste Formationen dieser Zeit sind das musikfonds-geförderte Improvisations-Trio USU Sauer|Schwarz|Schiffelholz und das Ulrike Schwarz Quartett mit Uwe Oberg (Klavier), Carl Ludwig Hübsch (Tuba) und Mariá Portugal (Schlagzeug). Mit ihrem Quartett spielte sie Eigenkompositionen, wie auch mit Anke Helfrich (p) und Dietmar Fuhr (b) und anderen. In weiteren Projekten und Ad-Hoc-Formationen spielte Ulrike Schwarz u.a. mit Jeremy Viner (ts/cl), Devin Gray (dr), Liz Kosack (keys), Frank Gratkowski (reeds), Isabel Rößler (b), Christof Thewes (tb), Corinna Danzer (sax), Ursel Schlicht (p).
Neben ihrer Arbeit als Musikerin ist sie in der Jazzvermittlung aktiv (Jazzfest Berlin, Stuttgarter Theaterhaus Jazztage). Ergebnisse ihrer Forschung zu ästhetischen Kriterien für improvisierte Musik präsentierte sie u.a. im Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik. Bei der Jazz Education Network Conference in Atlanta, USA, präsentierte sie ihr Jazzpilot*innen-Projekt zu Demokratieförderung.

